Unser Herz: Ein Organ, dass nicht nur Blut pumpt, sondern auch anderweitig permanent im Austausch ist. Hattest du schonmal das Gefühl bereits mit einem anderen Menschen in Kontakt gewesen zu sein, bevor ihr auch nur ein Wort gewechselt habt? Bevor du vielleicht sogar den Raum betreten hast? Dahinter steckt oft unser Herz. Wie kannst du das nutzen, um echte wahre HERZENSbeziehungen zu anderen Menschen und vor allem zu deinem Kind aufzubauen?

Der treibende Motor

Das Herz als treibender Motor, immer in Bewegung. Meiner Meinung nach ein richtiges Allround-Talent, denn außer dass es unser Herz-Kreislaufsystem am Laufen hält, hat es noch weitere Fähigkeiten, die nicht so offensichtlich, aber trotzdem da sind. Dazu später mehr.

Grundsätzlich sagt man unser Herz fungiert als Saug-Druck-Pumpe. Dadurch, dass das Herz ein Hohlmuskel ist, hat es die Fähigkeit sich zusammenzuziehen und daraufhin wieder zu erschlaffen. Der typische Herzschlag also. Durch die Saug-Pumpe nimmt das Herz das sauerstoffarme Blut aus den Organen und dem Körper auf und führt es weiter zur Lunge. Dort wird es mit Sauerstoff angereichert und nachfolgend wieder zurück zum Herzen geführt. Dieses pumpt durch die Druck-Pumpe das sauerstoffreiche Blut über die Aorta zu jeder Zelle im Körper. Um alle Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, schlägt unser Herz durschnittlich 100.000 mal pro Tag. Dabei ist unser Blut ständig in Bewegung. Wahnsinn finde ich, dass es dabei, wenn man von einem erwachsenen Mensch mit 5 Liter Blut ausgeht, ca. 2.000 mal durch den gesamten Körper zirkuliert.


Elektrisch aufgeladen

Eine weitere Funktion des Herzens, können wir sogar wahrnehmen – als Herzschlag. Eine ständige Abfolge von elektrischer Entladung woraus der Herzrythmus entsteht. Der Sinusknoten fungiert dabei als natürlicher Schrittmacher und gibt den Takt vor. So passt sich das Herz konsequent an die aktuellen Bedingungen des Körpers an. Diese können sowohl psychischer als auch physischer Natur sein. Beispielsweise befindet man sich gerade in einer Situation in der man Angst hat. Die Folge: Der Herzschlag geht nach oben. Ebenso wird der Herzschlag bei sportlicher Betätigung schneller und verlangsamt sich in Ruhephasen.

Das Herz hat Nervenfasern, die sich selbstständig depolarisieren. Sie setzen ohne Information aus dem zentralen Nervensystem Entladung ab und lassen dann ihre Muskeln arbeiten.


Ein ständiges Auf und Ab, dass man sich zunutze machen kann

Fokussiere dich doch mal bewusst auf dein Herz. Die Auf- und Ab-Bewegung in deinem Brustkorb kann dafür genutzt werden um den Fokus voll und ganz auf dein Herz zu legen, sich der Kraft des Herzens immer bewusster zu werden und um folglich herzkohärent zu werden. Alles was du an Fokus auf das Herz legst, sorgt dafür, dass das Herz über Nervenfasern, die an einem großen Nervengeflecht außen um das Herz herum sitzen, über den Nervus Vagus permanent Informationen liefern. Du öffnest somit eine weitere Informationsquelle tief in dir. Das Herz von Babys sendet bereits ab der 3. Schwangerschaftswoche und schon dann beginnen beide Herzen eine tiefe Verbindung zueinander aufzubauen.

Wenn du merkst, dass dein Kind unruhig wird, merkst du das oft über das oben genannte elektrische Feld. Auch, wenn dir das bisher so nicht bewusst war. Das elektische Feld des Herzens ist 60 mal stärker als das des Gehirns. Da hat wirklich jemand die Oberhand. Aber zurück zum Thema. Über dieses Feld, kann man in Kontakt zu seinem Kind treten, sodass es sich in stressigen Situationen bei dir ausruhen kann. Es ist sogar möglich seinem Gehirn anzubieten, sich auf dem elektrischen Feld des Herzens auszuruhen.


Übung für die Woche

Versuche doch mal folgendes: Geh in den nächsten Tagen ganz bewusst damit um, wenn du das Gefühl hast du bist in deinem Wondering Mind – in deinem Verstand, der sich irgendwo verloren hat oder der zu stark mit Impulsen verbunden ist. Wenn du merkst, du bist in deinem Wondering Mind, dann bring deine Aufmerksamkeit über die Atmung in das Herz, in die diagonale Bewegung des Herzens beim Pumpen und in das Nervengeflecht um das Herz herum. Möglicherweise steigt dann eine andere zusätzliche Information in dir auf oder du erhältst aus dem Herzen heraus eine Antwort für dein Kind. Diese Antwort ist oft die, die mehr mit der Weisheit verbunden ist.

Sei dir bewusst, dass du dich zunächst selbst mit dir verbinden musst um anderen Menschen ein guter Begleiter oder Berater zu sein. Das Herzbewusstsein ermöglicht es dir, deinen Bauch (Intuition) und dein Gehirn (Verstand) mit einer tiefen Weisheit zu verbinden. Dein Herz wird so zum Sitz deiner eigenen Weisheit.

Wenn du dich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchtest und deinem Kind ein guter Begleiter sein, dann schau mal in meinen Online-Kurs Gezeitenkörper.

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