Als Eltern wollen wir wenn möglich die Energie unserer Kinder in die für uns richtigen Bahnen lenken. Im Idealfall geschieht dies, ohne dass wir zu sehr in die Entwicklung eingreifen und unsere Kinder in eine Richtung drücken, die nicht ihrem Wesen entspricht.

Oftmals ist es im Alltag oder in bestimmten Phasen des Erwachsenwerdens gar nicht mal so leicht die Verbindung zu unseren Kindern aufzubauen. Dabei liegt dies auf ganz natürliche Weise tief in uns verankert und diese Verbindung besteht bereits ab einem ganz frühen Stadium. 

Die Entstehung des Herzens deines Kindes  

Komm mit mir auf eine Zeitreise in

  • deine eigene embryonale Reise vor deiner Geburt oder 
  • die Reise des Embryo deines Kindes in deinem Mutterleid

Eine ganz besondere Magie beginnt bereits in der 2. / 3. Woche der Schwangerschaft, wenn die Mutter oftmals noch gar nichts von ihrem Glück weiß.

Bereits in diesem frühen Stadium bildet sich eine Art Schlauch, durch den Flüssigkeit hindurch fließt. Der sich faltet und dreht sich in verschiedene Richtungen und bewegt sich von oben nach unten.

Alles das geschieht zunächst, ohne dass überhaupt klar ist wofür.

Es ist noch nicht klar, dass das was entsteht ein Herz ist, das beginnt sich zu entfalten.

Das Herz deines Kindes verfügt bereits sehr früh über ein eigenes vollständiges Nervensystem

Die eigenständige Pulsation des Herzens – bevor das eigentliche Nervensystem und Gehirn funktioniert – impliziert, dass es ein Gehirn auf dem Herzen gibt. Neueste Forschungen der Neurokardiologie bestätigen diese Annahme.

Es gibt neurologische Kreisläufe, die dem Herzen ermöglichen unabhängig vom Gehirn zu arbeiten. 

Dein Herz kann Entscheidungen treffen und diese sogar fühlen und spüren.

Später kommen sogenannte “absteigende Aktivitäten” aus dem Gehirn dazu. Dein Verstand moduliert und modifiziert über den Sympathicus und Parasympathicus das Herz. Dies geschieht beispielsweise in Fällen, wenn wir aufgeregt sind, fliehen oder angreifen wollen,… Doch all das wird auch in das auf dem Herzen sitzende Herzgehirn integriert.

Herz über Kopf – wer hat mehr zu sagen?

Die Herz-Gehirn-Kommunikation besteht mehr aus aufsteigenden als aus absteigenden Fasern aus dem Gehirn bzw. autonomen Nervensystem.

Das heißt, das Herz schickt viel mehr Informationen an das Gehirn, als das Gehirn an das Herz.

80 % der Informationen steigen vom Herz auf und nur 20 % steigen vom Gehirn ab.

Dein Herz vergisst nichts

Die neuronalen Verbindungen zwischen Gehirn und Herz sind noch komplexer als gedacht.

Es gibt nicht nur kurzzeitige Funktionen sondern auch eine Art Langzeitgedächtnis-Funktion. Das kann unabhängig vom Gehirn und zentralen Befehlen funktionieren.

Das bedeutet, dass viele der Informationen aus dem Herzen über das Nervensystem zum Gehirn aufsteigen und sich dort über das Rückenmark und den Vagusnerv in wichtige Bereiche vom Kleinhirn bis Großhirn einspeisen.

Beeindruckende Fakten über dein Herz

  1. Das Herz entsteht vor dem Gehirn.
  2. Das Herz beginnt zu schlagen, bevor das Gehirn ihm diesen Befehl geben kann.
  3. Die meisten Fasern laufen vom Herzen über den Vagusnerv zum Gehirn.
  4. Das Herz kann in vielen Bereichen unabhängig vom Gehirn arbeiten und sogar Erinnerungen speichern.

Diese Herz-Gehirn-Verbindungen sind vielleicht die am meisten unterschätzten Nervenfasern und Daten-Highways unseres Körpers!

Das Herz ist nicht nur eine Pumpe, sondern ein Gehirn und eine hormonelle Drüse.

Das Herz als Hormonelle Drüse

Die Herstellung eines Peptidhormons durch das Herz

Bereits in den 80er Jahren wurde ANF (Atriales natriuretisches Peptid), ein Peptidhormon entdeckt, das zum größten Teil von den Muskelzellen des Herzvorhofes aufgrund von Dehnungsreizen ausgeschüttet wird. Diese Hormone sorgen dafür, dass Flüssigkeit und Elektrolyte im Körper reguliert werden. Sie bewirken dadurch eine Steigerung der Harnausscheidung. 

Das Herz sorgt daher ein Stück weit durch eigene Hormone für sich selbst.

Die Produktions von Kuschelhormonen im Herz

Das Herz stellt außerdem Zellen her, die wie Neurotransmitter wirken.

Im Herz erfolgt ein nicht unwesentlicher Teil der Herstellung von Oxytocin.

Oxytocin ist als Kuschelhormon bekannt und spielt eine wichtige Rolle in der Bindung von Eltern und Kind oder Partner. Man nennt es daher auch Bindungshormon oder Mutter-Kind-Hormon. 

Neben weiteren Botenstoffen zählt Oxytocin zu den Glückshormonen, da es unser Wohlbefinden steigert. Oxytocin wirkt als Neurotransmitter direkt im Gehirn und löst ein positives Empfinden aus.

Die Konzentration von Oxytocin, die im Herz produziert werden, haben die gleiche Konzentration, wie die, die im Gehirn ausgeschüttet werden.

Erkenne die Verbindung zu deinen Kindern über dein Herz an

Als Eltern versuchen wir so oft unser Kind über den Verstand und Verständnis zu begreifen und verstehen.

Ich möchte dich einladen anzuerkennen, dass du eine sehr alte Verbindung zu deinem Kind bereits in dir trägst.

Ihr beide steht in Verbindung seit der dritten Woche der Schwangerschaft.

Es gibt etwas, das nichts mit Esoterik zu tun hat, das sich von Anfang an mit dir verbinden wollte.

Denn dein einzigartiges Herz 

  • hat ein Nervengeflecht, das elektromagnetische Strahlung aussendet und sich um sich selbst kümmert
  • kann sich selbst heilen, z. B. durch die Ausschüttung von Dopamin, das glücklich machen kann
  • schüttet Oxytocin (das Bindungshormon) in der gleichen Konzentration wie dein Gehirn aus

bedeutet dass da etwas ist, mit dem wir uns verbinden können, indem wir uns 

  1. darüber bewusst werden und 
  2. in Verbindung mit der Bewegung unseres Herzen gehen.

Die Rolle des Herzens in der (Kinder-) Osteopathie

Die erste Verbindung, die wir zu Menschen insbesondere Kindern in der Osteopathie herstellen, geht über das Herz.

Wir können nonverbal kommunizieren, indem wir uns dem Herzen zuwenden. Dabei sehen wir das Herz nicht als Pumpe, sondern als Nervengeflecht und ein ursprüngliches Kontaktorgan und Wunderwerk. Dadurch gehen wir in Kontakt.

Du trägst ein wunderbares Tool in dir, mit dem du in stressigen Situationen, bei Konflikten zwischen Eltern und Kind, in schwierigen Zeiten wenn dein Kind dich braucht, in Verbindung gehen kannst. 

Mit diesen Kenntnissen kannst du dich ab der ersten Minute nonverbal mit deinem Kind verbinden z. B.

  • über Atmung, 
  • über Herzkohärenz (Herzen zuwenden / sich bewusst machen) oder 
  • über Neurofeedback oder andere Techniken.

Wenn Menschen sich ihrem Herz bewusst zuwenden, verändert sich die Regelmäßigkeit zwischen den einzelnen Herzschlägen. Es wird variabler!

Ein gut ausbalanciertes Herzgehirn ist anpassungsfähig und kann sich auf neue Umstände gut anpassen und flexibel reagieren. Alles robotermäßige wäre zwar für unseren Verstand dienlich, aber nicht für unser Herz und das was aus der Natur ursprünglich vorgesehen ist.

Wie du in die Verbindung zu deinem Herzen kommst

  1. Kognitiv: Schau dir Videos an wie das Herz schlägt.
  2. Les ein Buch zum Thema Herzkohärenz.
  3. Emotional: Erforsche den Raum deines Herzens
  4. Werde dir bewusst, wie dein Herz in Verbindung geht mit anderen Menschen.

Werde zum nonverbalen Ankerpunkt für dein Kind.

Du musst kein Wort verlieren, du darfst auch schweigen, dich zu dir, deinem Herzen orientieren, dein Herzfeld ausdehnen und Kinder einladen, sich daran anzudocken.

Der Kompass ist dein Herz!

 

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Dein Stefan Rieth

Msc. Ost. D.O.