KAISERSCHNITT -. EINE OSTEOPATHISCHE SICHTWEISE
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Trotz der verschiedenen mechanischen Einflussmöglichkeiten bei einer natürlichen Spontangeburt stellen Wehentätigkeit, Kompression von Kopf und Brustkorb und die anschließende eruptive Entfaltung des gesamten Körpers für Osteopathen eine Art Zündung des Motors für das gesamte Leben dar.
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Diese Zündung, das Aufwecken und sich Vorbereiten (um im Bild zu bleiben: das Warmglühen des Motors), fällt bei einem Kaiserschnitt weg, sofern er nicht inmitten des schon gestarteten natürlichen Geburtsprozesses notwendig wird, sondern bereits vorher aktiv eingeleitet wird oder werden muss.
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Aus schulmedizinischer Sicht ist diese fehlende Zündung auf physiologischer Ebene dann vor allem durch die fehlende Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) erkennbar, die normalerweise immer auch treibende Kraft für die ersten tiefen Atemzüge der neugeborenen Geschöpfe sind.
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Viele Spannungen können sich bei einer möglichst natürlichen Geburt im Moment der ersten tiefen Atemzüge urplötzlich und in dem Moment auflösen.
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Der kindliche Organismus wird komprimiert und entfaltet sich so, als würde man den Kronkorken von einer Bierflasche lösen. Der gesamte Unterdruck entweicht und alle zurückgehaltene Kraft arbeitet im Sinne der Entfaltung!
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So sehen wir bei uns in der kinderosteopathischen Praxis gehäuft Kaiserschnitt-Kinder, die die Kompressionen aus einer unbequemen Lage im Mutterleib oder durch vorangegangene Wehentätigkeit (z. B. bei einem Notkaiserschnitt) nicht selbstständig aus ihrem System entfernen können.
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Es ist eminent wichtig, in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass die Kompressionen eben nicht nur durch die Wehentätigkeit bei der Entbindung entstehen können, sondern bereits durch Übungswehen in der Spätphase der Schwangerschaft. Und auch „ungünstige“ komprimierte Haltungen im Mutterleib (z. B. Köpfchen unter dem Zwerchfell) können eine Rolle spielen.
Zudem hinterlässt der ungewöhnliche Zug auf den Kopf des ungeborenen Kindes meiner Erfahrung nach nicht selten starke, zurückgehaltene Spannungen („Blockaden“) der Halswirbelsäule und rund um den Schulter-Nacken-Bereich.
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Wie haben dein Kind und du den Kaiserschnitt verdaut?
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Aus meinem Buch:
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Dein Stefan Rieth
Msc. Ost. D.O..
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