von Magdalena Riebl, Master of Science in Osteopathie, Msc. Ost., D.O.

Fallbeispiel: Das ist ja fast wie Magie

Lara (fiktiver Name), 4,5 Jahre alt, kommt mit ihrer Mama in die Praxis.

Grund: Sie ist laut BMI (Body Mass Index) unter der Grenze zum Normwert, d.h. sie ist untergewichtig.

Wenn sie nicht bald zunehme, müsse sie in eine Klinik, meine der Arzt.

Die Mutter erzählt: Lara habe sehr wenig Hunger und esse daher auch fast nichts. Sie war immer schon ein zartes/leichtgewichtiges Kind, in ihrer Entwicklung aber sehr schnell: Sie konnte mit 10 Monaten schon laufen.

Lebensmittelallergien und andere Magen/Darmerkrankungen wurden schulmedizinisch ausgeschlossen.

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Osteopathischer Behandlungsverlauf:

Mein erster Gedanke war: „Ohje, was soll ich als Osteopathin da machen können, wenn Lara keine Lust hat, was zu essen und deshalb nicht zunehmen kann?!“ Doch diese hemmenden Gedanken habe ich gleich beiseitegeschoben und mich darauf verlassen, dass mir Laras Körper bei der Untersuchung die richtigen Stellen zeigen würde, die Unterstützung brauchen. So kam es, dass sich im Magen- und Zwerchfellraum eine erhebliche Spannung und eine verminderte Beweglichkeit zeigten. Auch am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm (Ileocoecalklappe) und am Kopf gab es Auffälligkeiten. Nach der Behandlung war ich gespannt aufs nächste Mal.

3 Wochen später kam Lara zum zweiten Termin. Ihre Mama war voller Freude, denn Lara hatte in diesen 3 Wochen 0,5 kg zugenommen und auch mehr Lust zu essen entwickelt! Noch weitere 100 g und sie befinde sich über der BMI Grenze im Normbereich. Juhuu! „Kommt mir vor wie Zauberei“, so Laras Mutter. Ich konnte es selbst kaum glauben, dass nach nur einer Behandlung ein solcher Effekt auftrat.

Ein Jahr später telefonierte ich aus Interesse mit Laras Mutter. Diese war sehr zufrieden, denn Lara befinde sich immer noch im grünen Bereich. Sie hätten auch herausgefunden, dass der Teller nicht überfüllt werden dürfe, weil Lara sonst gestresst wäre. Doch wenn die Portionsgröße passe, esse sie alles einwandfrei. Wunderbar!

War das wirklich Zauberei? – hypothetischer Erklärungsversuch

Durch die Spannung im Geweberaum vom Magen und Zwerchfell kann sich der Magen nicht so erweitern/dehnen und sich für die Verdauung bewegen, wie wenn der Bereich weich und spannungsfrei wäre. Der Magen kann die Nahrung daher nicht einfach durchmischen – hier ist somit eine Art Stress im Gewebe vorhanden. Dieser wird über verschiedene Rezeptoren und Stoffe ans Gehirn weitergeleitet, wo über den Hypothalamus das Hunger- und Sättigungsgefühl mit beeinflusst wird ( interessanter Artikel: GEO https://www.geo.de/wissen/13364-rtkl-neurologie-wie-der-bauch-den-kopf-bestimmt). Nun versucht der Körper sich selbst zu helfen und den Magen zu entlasten, indem weniger Nahrung verdaut wird und der Hunger ausbleibt. Wird durch die osteopathische Behandlung das Gewebe (Magenmuskel, Bindegewebe, Zwerchfell, Faszien) entspannt, kann der Körper hier wieder gut durchblutet, frei bewegt und somit in seiner Funktion positiv unterstützt werden.

Kleine Atemübung – Zwerchfell dehnen

und damit Mobilität im Oberbauch schaffen

Im Sitzen oder Liegen ausführbar.

Arme nach unten und Hände nach außen strecken. Spannung aufbauen und somit die Schultern nach unten ziehen.

Nun tief in den Rippenbogen einatmen: Stellen Sie sich vor, Sie haben um die unteren Rippen einen Ring, den Sie in jede Richtung aufdehnen wollen.

Achtung, der Bauch bleibt flach und wölbt sich nicht mit.

Den Atem eher Richtung Beckenboden schieben.

Atem etwas anhalten – geht es noch tiefer? – und wieder ausatmen.

Übung je nach Bedarf wiederholen und versuchen in die gefühlten „engen“ Stellen zu Atmen.

Ich freue mich auf dein Feedback!

Deine Magdalena Riebl, Team Mission #Kinderblüte

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