Von Pascal Leeb (M.Sc. Osteopathie, HP und Yogatherapeut)

 

„Alles Leben ist Bewegung. Wo Bewegung gestört ist – beginnt Krankheit“ – Dr. A.T. Still

 

Ich möchte in diesem Beitrag darauf aufmerksam machen, dass Yoga mehr als eine außergewöhnliche Sportart ist, sondern viele therapeutische Möglichkeiten bereithält.

Ursprünglich ist Yoga eine spirituelle Praxis, die den Geist beruhigt und folgend Einblicke in die Seele erlauben soll. Man kann das Wort „Yoga“ mit „Einheit“ oder „Harmonie“ übersetzen. Neben den Körperhaltungen können Atemübungen, Meditation, Tiefenentspannung und Gesang praktiziert werden.

Außerdem sind auch Philosophie und Ernährung ein Bestandteil der Yogatradition.

Krankheiten oder Spannungen können unter anderem entstehen, wenn wir die alltäglichen Belastungen nicht mehr kompensieren können, zum Beispiel bei dauerhaftem Stress, schlechten Ernährungsgewohnheiten oder einer einseitigen Körperbelastung. Yogatherapie hilft dem Menschen wieder sein Gleichgewicht zu finden und unterstützt bei der Genesung von körperlichen und geistigen Beschwerden.

Je nach Bedürfnissen, wird eine individuelle Auswahl an Techniken zusammengestellt und gemeinsam praktiziert. Durch Erlernen dieser Übungen entwickelt sich auch ein Verständnis, wie man sich selbst helfen kann.

Zwar wird man Stress nicht ganz aus dem Leben schaffen können, aber man lernt selbstwirksam diese Spannungen abzubauen und mehr in Verbindung mit dem eigenen Körper zu sein.

Was ist Yogatherapie und wie hilft es bei Nackenverspannungen?

Natürlich ersetzt Yoga Therapie  keine Diagnose eines Arztes oder Heilpraktikers oder eben unsere denkenden fühlenden Finger eines Osteopathen  aber ich benutze diese wohltuend Übungen als Zusatz Angebot für meine Patienten, wenn sie an Verspannungen leiden.

Am Beispiel von chronischen Nackenspannungen möchte ich dir einen kleinen Einblick in die Anwendung von Yogatherapie geben:

Eine schlechte Körperhaltung führt unweigerlich irgendwann zu Spannungen.

Es macht also Sinn,die richtigen Kraft- und Dehnübungen zu üben,um diese muskuläre Dysbalance zu korrigieren. Dies führt meist schon zu einer ersten Erleichterung.

Solche Übungen findest du zum Beispiel im Amazon Bestseller von Stefan Rieth, Msc, Ost. D.O.:

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Und hier meine Lieblings Auswahl an Übungen aus der Yoga Therapie bei Nackenschmerzen für dich:

Schulter-Dehnung: Der Adler

Bei Nackenverspannung ist selbstverständlich das Dehnen und sanfte bewegen der verspannten Muskulatur wichtig:

  • Indem du den Kopf auf eine Seite legst kannst du die Muskulatur des Halses und Nackens entspannen. Auch kannst du zum Beispiel den „Adler“ üben, welcher die Partie zwischen den Schulterblättern anspricht.

 

Den Brustkorb öffnen: Schulterbrücke

Ein weiterer Grund, warum Nackenverspannungen entstehen ist, weil die Schultern nach vorne rollen und sich der vordere Brustkorb komprimiert. Durch Dehnen der Brust- und Schultermuskulatur kannst du dem entgegenwirken.

  • Im Yoga finden wir viele Brustöffnende Übungen, wie zum Beispiel das Verschränken der Hände und strecken der Arme hinter dem Rücken, der „Fisch“ oder die Schulterbrücke. Jeder Mensch ist anders und sollte in seinen Grenzen des Möglichen üben.

 

Den Rücken stärken: Plank, Brett, Delfin

Um einen kräftigen Bauch und Rücken zu trainieren sind auch Eigenkörpergewicht-Übungen auf der Yogamatte ein wichtiger Bestandteil der Praxis.  Dieses kräftige Zentrum ist essenziell, um kein ein Hohlkreuz und Rundrücken zu entwickeln, sondern auch für längere Zeit eine aufrechte Körperhaltung zu bewahren.

  • Hierfür kann man zum Beispiel „das Brett“, Liegestützen oder „den Delfin“ üben

 

Den Stress weg Atmen: Wechsel-Atmung

Um einen gesünderen Umgang mit Stress im Alltag zu erlernen, kommen Atemübungen zum Einsatz. Man erlernt die Fähigkeit sich selbst besser regulieren zu können. Außerdem verbessern Atemübungen die Konzentration und Eigenwahrnehmung.

  • Empfehlenswert ist zum Beispiel die „Wechselatmung“ für circa fünf Minuten zu praktizieren:

 

 

Abschluss – Entspannung: Savasana

Danach kannst du dich direkt in die Entspannungsposition oder auch „Savasana“ genannt bequem auf den Rücken legen.

Sorge dafür, dass du für 5-10 Minuten ungestört bist.

Auch Hintergrundmusik kann hilfreich sein, um sich zu entspannen.

Du kannst nun mit deiner Aufmerksamkeit der Atmung folgen oder einfach spüren, wie sich dein Körper anfühlt. Diese Übung hilft dir, Körper und Geist komplett zu entspannen.

 

Um mehr darüber zu lernen findest du viel Material im Internet und in Büchern.

So individuell wie jeder Körper ist, so individuell ist jede Yogatherapie-Sitzung.

Am besten lernt man deshalb die Yogatherapie in einer persönlichen Sitzung kennen und erarbeitet zusammen mit einem Therapeuten ein individuelles Programm, welches man regelmäßig Zuhause übt.

Auch meine osteopathischen Behandlungen, ergänze ich immer wieder mit dem Wissen aus der Yogatherapie und zeige passende, einfache und effektive Übungen, die meinen Patienten in ihrem Alltag helfen.

Dein Pascal Leeb, Team Mission #Kinderblüte