Schlafstörungen – ein osteopathischer Ansatz

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Für Osteopathinnen ist der Schlaf häufig nur eine Komponente in der Gesamtsituation des Kindes. Wenn du bis hierher gelesen hast, wird dir sicher klar wie Kloßbrühe sein, dass alle vorher angeführten Spannungen, Trägheiten, Blockaden und all die noch nicht reifen Systeme deines Kindes dazu beitragen können, dass es physiologisch noch nicht zwölf Stunden wie ein Stein durchschlummert.
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Im Gegenteil: Es ist sogar erwiesenermaßen so, dass das Gehirn eines Kindes, sowohl evolutionär als auch neurobiologisch sinnvoll, regelmäßig aus Schlafphasen wiederauftaucht. Das ist anders als bei Erwachsenen.
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Es dürfte auch klar geworden sein, dass es eine enge Verbindung zwischen dem Stillen, der Nahrungsaufnahme und den Schlafgewohnheiten eines Säuglings gibt. Auch Störungen des Verdauungstraktes – vor allem beim unentdeckten Reflux oder einem zu wenig Serotonin-produzierenden Mikrobiom des Darms – müssen korrigiert werden.
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Osteopathie kann Kindern gut helfen, besser zu schlafen, indem sie das System des kleinen Wesens so nah wie möglich wieder zurück zu einem spannungsfreien Zustand führt.
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Spezifisch heißt das:
✅spannungsfrei auf der Ebene von Mechanik
❌im Bereich des Hinterkopfes, des Schädels, der Halswirbelsäule und des Beckens,
✅spannungsfrei auf der Ebene der Faszien
❌im Bereich der noch nicht ganz aufgelösten Entspannungsmuster aus dem Mutterleib,
✅spannungsfrei im Bereich der Bauchorgane
❌im Bereich der Verdauungsorgane, der noch unreifen Leber, dem Atmungstrakt, dem Nabel und der umgebenden Nabelgefäße,
✅und vor allen Dingen spannungsfrei im Bereich des Nervensystems
❌im Bereich des zentralen Nervensystems (ZNS) und der sie umgebenden Hüllen/Meningen/dem Craniosakralen System,
❌im Bereich des autonomen, vegetativen Nervensystems, welches unsere Grundfunktionen steuert und unser Überleben sichert.
Gute Osteopathen sind in der Lage, diese verschiedenen Ebenen sehr dezidiert über ganz sanfte Techniken aus der Craniosakralen Osteopathie aufzuspüren und dann die Lösungen in die Wege zu leiten..
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Hast du Lust diese Techniken SELBST zu Erlernen und anzuwenden?
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Warum die Geburt einen Unterschied macht

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Die Art, wie wir geboren werden, macht einen Unterschied. Dies hat schon der berühmte Revolutionär der Geburtshilfe Frederick Leboyer in den 1970er Jahren postuliert.
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Wir wissen zudem mittlerweile, dass auch vorgeburtliche und innergeburtliche Erlebnisse einen bleibenden Fußabdruck in unserem Leben hinterlassen. Sie prägen sich tief ein in die uralten Bereiche unseres Gehirns, die für unser Überleben zuständig sind.
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Aus osteopathischer Sicht sind es vor allen Dingen die Prozesse des sogenannten Mouldings, die von Bedeutung sind. Während der Geburt, aber auch schon vorher im Wachstumsprozess in der Gebärmutter, werden der Kopf und der gesamte Körper des Kindes Kräften ausgesetzt, die sie wie einen Schwamm auspressen (Moulding). Nach dem Durchtritt durch den Geburtskanal oder nach der Geburt durch Kaiserschnitt wirken die im Kind befindlichen Kräfte darauf hin, sich wieder zu entfalten (De-Moulding).
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Wichtig zu betonen ist, dass es immer auf die Ressourcen ankommt, die ein Mensch zur Verfügung hat. Denn mit den richtigen Ressourcen können traumatische Erlebnisse verarbeitet und im besten Fall natürlich schon präventiv verhindert werden. Alleine das Moulding und De-Moulding kann etwas sein, das als Baby unsere damaligen Kräfte überstieg und für mechanischen oder psychischen Stress sorgte, dessen Auswirkungen im Leben so lange andauern, bis wir ihn integrieren und auflösen.
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Und die gute Nachricht, DU kannst lernen dies mit deinem Kind wie ein Osteopath aufzulösen
WIE? HIER:

Die verflixten Hirnnerven und der Schlaf deines Kindes

Durch die Geburt, vor Allem mit Komplikationen kann aus osteopathischer Sicht die allgemeine Lebenskraft und Widerstandsfähigkeit  deines kleinen Lieblings in Mitleidenschaft gezogen sein, seine Ressourcen sind noch mit der Aufarbeitung beschäftigt.

Mögliche Ursachen für Entbindungen, die für das Kind zu schnell und zu sehr mit DRUCK verbunden sind, können meiner Erfahrung nach sein:

  • schnelle Entbindungen bei Folgeentbindungen, seltener bei Erstgebärenden,
  • „Wehen-Sturm“, eine Sturzgeburt oft ausgelöst durch wehenfördernde Medikamente aktiv eingeleitete Geburten,
  • starke Kompression des kindlichen Hinterkopfes und der oberen Halswirbelsäule z. B. durch den berühmt-berüchtigten sogenannten Kristeller-Handgriff in der Austreibungsphase (Geburtshelfer pressen auf der Bauchdecke der Mutter von oben nach).
  • Kaiserschnitt
  • Saugglocke, Zange
  • Frühgeburt
  • Nabelschnurumschlingung

Durch den Druck auf den Körper im Geburtskanal kann eine Kompression der Gelenke stattfinden, durch die Spirale der Geburt verstärkt die Kopfgelenke und auch das Kreuzbein

Da diese Schädelknochen noch besonders weich und formbar sind, um die Geburt und das Wachsen des Gehirns zu ermöglichen, sind auch diese anfällig für Kompressionen.

Es kann zu schulmedizinisch oft unauffälligen aber für einen Osteopathen (und auch geübte Laien) leicht zu erspürenden Irritationen der so genannten Hirnnerven kommen im Bereich der Kopfgelenke und der Schädelbasis zwischen Hinterhaupt und Augenpartie…

IST BEI MEINEM KIND EIN NERV „EINGEKLEMMT“?

…Diese Hirnnerven treten direkt und ohne „Umweg“ über das Rückenmark aus dem knöchernen Schädel aus, und erfüllen wichtige Funktionen des Säuglings:

IX – Nervus glossopharyngeus – versorgt die Muskeln des Rachens, wichtig für den Schluckakt

X – Nervus Vagus – DER Hauptnerv des Parasympathikus, wichtig für viele innere Organe und allgemeine Entspannung

XI – Nervus accessorius – versorgt den M. Trapezius (der Schulter) und den M. Sternocleidomastoideus (Nackenmuskulatur)

XII – Nervus Hypoglossus -. steuert die Zungenbewegung, wichtig für den Still Mechanismus

Folge sind hier leider sehr oft:

  • Koliken
  • Probleme beim Saugen und Schlucken
  • Einseitige Haltung

Wenn die Kräfte noch stärker auf das Hinterhaupt eingewirkt haben kann es auch zu einer Irritation des Rückenmarks  im Bereich des Foramen Magnum kommen. Dann ist dein Kind wirklich sehr unruhig, wach und neugierig, eigentlich immer auf Zack und kommt somit nie zur Ruhe, es überstreckt sich oft sehr stark und  Schlaf ist für dein Kind eher eine Bedrohung als Entspannung.

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👶 DER EINE UNTERSCHÄTZTE SCHLÜSSEL ZU BABY UND KINDER SCHLAF
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🥂 Die ersten tiefen Atemzüge eines Menschen verlaufen ähnlich dem rausschäumenden Unterdruck, wenn du den Korken von der Proseccoflasche entfernst: Er entwickelt eine ausdehnende, expansive Kraft.
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🌬 Bei der sogenannten spontanen, natürlichen Geburt, bei der der gesamte kindliche Körper beim Durchtritt durch den weiblichen Geburtskanal zusammengepresst wird, treibt diese expansive Kraft in Form der physischen Atmung des Brustkorbs und des Zwerchfells eine Ausdehnung ALLER Gewebe von Kopf bis Fuß voran.
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💨 Aus osteopathischer Sicht kann diese expansive kreative Kraft bei vielen Geburten massiv unterdrückt werden.
Und das kann dann folgenreich sein: Studien belegen das erhöhte Risiko von Kaiserschnitt-Kindern für sogenannte respiratorische Anpassungsstörungen.
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🤰 Sie haben statistisch gesehen zudem häufiger in ihrem Leben Probleme im Bereich des Atmungstraktes
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👩‍⚕️ Die gute Nachricht lautet: Egal, ob dein Kind bei der Zündung der ersten Atemzüge Probleme hatte, sei es durch den Geburtsvorgang an sich oder aus anderen Gründen, mit einfachen und sanften Techniken aus der Kinderosteopathie lässt sich diese wichtige Zündstufe kindlichen Erblühens wunderbar nachholen.
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🛏 So kommt dein Kind in seine Mitte, zur Ruhe, zu sich und zum Loslassen für den Schlaf.
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😴 Wie das gehen kann zeige ich dir z.b. Exklusiv in Lektion 4 meines revolutionären Online Kurses „Der Beste baby und Kinder Schlaf“:
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FB-Gruppe #Kinderblüte: .

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